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Auch wenn die Ursprünge von Kyudo deutlich vom Schießen vom Pferd aus geprägt waren, so wird heute das Bogenschießen nur noch selten vom Pferd aus eingesetzt (Ausnahme: Schießform Yabusame), sondern es wird meist im Stand, teilweise auch im Kniestand, geschossen. Dabei wird entweder aus etwa zwei Meter Entfernung auf ein dickes Bündel aus Reisstroh (Makiwara) geschossen (oder ein geeignetes Ersatzziel) oder auf größere Entfernung auf eine Zielscheibe (Mato), wobei meist 28m Abstand zur Scheibe (Kinteki) oder seltener 60m (Enteki) verwendet werden.
Soweit der aufrechte Stand verwendet wird ist den Formen i.d.R. eine Folge von Bewegungsteilen zum Schießen eines Pfeiles gemeinsam, die Hassetsu ("Acht Stufen"). Diese sind in den verbreiteten Stilrichtungen vom Sinn her fast gleich, auch wenn sich die Ausführungen etwas unterscheiden.
Die Hassetsu
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Im Training werden, je nach Stilrichtung, die Hassetsu teilweise recht formlos in den Gesamtablauf eingebettet. Bei offiziellen Anlässen, wie auch bei Prüfungen oder Wettkämpfen, existiert ein vorgegebener Rahmen oder Gesamtablauf (Taihai). Dieser kann auch eher den Charakter einer Zeremonie haben (Sharei). Oft wird dabei eine Gruppe von Schützen (Tachi), i.d.R. idealerweise fünf Schützen, gemeinsam agieren, um einen Gesamtablauf zu präsentieren.
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